Bayer Aktie: EBITDA steigt im 3. Quartal auf 1,6 Mrd. Euro, Ausblick angehoben
Bayer meldet für das dritte Quartal 2026 ein EBITDA vor Sondereinflüssen von 1.615 Mio. Euro, nach 1.511 Mio. Euro im Vorjahr. Laut Unternehmen entwickelt sich Pharmaceuticals besser als erwartet, daher hebt Bayer die Prognose für Marge, EBITDA, Free Cashflow und Nettofinanzverschuldung an.

- Bayer steigerte im 3. Quartal 2026 das EBITDA vor Sondereinflüssen um 6,9 % auf 1.615 Mio. Euro (Vorjahr: 1.511 Mio. Euro) bei einem Umsatz von 10.053 Mio. Euro (Vorjahr: 9.660 Mio. Euro).
- Das Konzernergebnis lag bei minus 672 Mio. Euro (Vorjahr: minus 963 Mio. Euro), laut Unternehmen belasten Wertminderungen bei Pharmaceuticals und Consumer Health.
- Der Ausblick 2026 steigt: EBITDA vor Sondereinflüssen 9,8 bis 10,3 Mrd. Euro (bisher: 9,6 bis 10,1 Mrd. Euro), Free Cashflow minus 1,5 bis minus 0,5 Mrd. Euro (bisher: minus 2,5 bis minus 1,5 Mrd. Euro).
- Die Meldung erschien vor Handelsbeginn an der Xetra am 3. November 2026, der Handelstag war bei Veröffentlichung dieses Artikels nicht beendet.
Bayer hat am 3. November 2026 die Quartalsmitteilung für das dritte Quartal veröffentlicht. Der Konzernumsatz stieg auf 10.053 Mio. Euro, nach 9.660 Mio. Euro im Vorjahresquartal (währungs- und portfoliobereinigt plus 1,9 %). Das EBITDA vor Sondereinflüssen erhöhte sich um 6,9 % auf 1.615 Mio. Euro. Laut Bayer entwickelte sich das Geschäft der Division Pharmaceuticals in den ersten neun Monaten besser als erwartet, das Unternehmen hebt deshalb seinen Ausblick für 2026 an.
Pharmaceuticals trägt das Ergebnis, Crop Science liegt darunter
Die Division Pharmaceuticals erzielte einen Umsatz von 4.680 Mio. Euro, nominal plus 8,0 % und währungs- und portfoliobereinigt plus 6,4 %. Das EBITDA vor Sondereinflüssen stieg um 23,6 % auf 1.292 Mio. Euro, nach 1.045 Mio. Euro im Vorjahr. Laut Bayer waren vor allem deutliche Volumenzuwächse bei Nubeqa und Kerendia die Ursache. Umsatzrückgänge bei Eylea und Xarelto infolge von Patentabläufen bezeichnet das Unternehmen als erwartet.
Bei Crop Science sank der Umsatz währungs- und portfoliobereinigt um 2,4 % auf 3.884 Mio. Euro, nominal lag er um 0,7 % darüber. Das EBITDA vor Sondereinflüssen ging zurück, laut Bayer insbesondere wegen gestiegener Herstellungskosten und höherer Vertriebskosten. Bei Consumer Health lag der Umsatz währungs- und portfoliobereinigt auf dem Niveau des Vorjahres, das Ergebnis war rückläufig.
Ausblick 2026: höhere Marge, höheres EBITDA, besserer Free Cashflow
Bayer erhöht für Pharmaceuticals die erwartete EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen für 2026 auf 25 bis 27 % (bisher: 23 bis 25 %). Auf dieser Basis erwartet das Unternehmen währungsbereinigt für den Konzern ein EBITDA vor Sondereinflüssen von 9,8 bis 10,3 Mrd. Euro (bisher: 9,6 bis 10,1 Mrd. Euro). Für den Free Cashflow gilt nun eine Bandbreite von minus 1,5 bis minus 0,5 Mrd. Euro (bisher: minus 2,5 bis minus 1,5 Mrd. Euro). Die Nettofinanzverschuldung zum Jahresende erwartet Bayer bei 28,0 bis 29,0 Mrd. Euro (bisher: 29,0 bis 30,0 Mrd. Euro).
Für die übrigen Kennzahlen bestätigt Bayer die bisherige Prognose. Der Umsatz soll 2026 währungsbereinigt bei 45 bis 47 Mrd. Euro liegen, das bereinigte Ergebnis je Aktie bei 4,30 bis 4,80 Euro. Die erwartete Marge von Crop Science (20 bis 22 %) und Consumer Health (22 bis 24 %) bleibt unverändert.
| Kennzahl | Bisher | Angepasst |
|---|---|---|
| EBITDA-Marge Pharmaceuticals vor Sondereinflüssen | 23 bis 25 % | 25 bis 27 % |
| EBITDA vor Sondereinflüssen, Konzern | 9,6 bis 10,1 Mrd. € | 9,8 bis 10,3 Mrd. € |
| Free Cashflow | −2,5 bis −1,5 Mrd. € | −1,5 bis −0,5 Mrd. € |
| Nettofinanzverschuldung zum Jahresende | 29,0 bis 30,0 Mrd. € | 28,0 bis 29,0 Mrd. € |
Wertminderungen drücken das Konzernergebnis ins Minus
Das Konzernergebnis betrug minus 672 Mio. Euro, nach minus 963 Mio. Euro im Vorjahr. Laut Bayer enthalten die Sondereinflüsse im EBIT von minus 407 Mio. Euro unter anderem eine Wertminderung von 215 Mio. Euro auf die Marke Claritin in der Division Consumer Health sowie Aufwendungen für Rechtsstreitigkeiten. Bei Pharmaceuticals fiel eine Wertminderung von 307 Mio. Euro auf die Marke Xofigo an. Das EBIT vor Sondereinflüssen sank um 43,0 % auf 297 Mio. Euro, das bereinigte Ergebnis je Aktie auf 0,31 Euro (Vorjahr: 0,49 Euro).
Der Free Cashflow lag bei minus 293 Mio. Euro, nach plus 596 Mio. Euro im Vorjahresquartal. Laut Bayer wirkten höhere Auszahlungen zur Beilegung von Rechtsverfahren, insbesondere für Glyphosat und PCB, die per saldo 1.121 Mio. Euro betrugen (Vorjahr: 703 Mio. Euro). Bereinigt um diese Zahlungen lag der Free Cashflow bei 828 Mio. Euro (Vorjahr: 1.299 Mio. Euro).
Nettofinanzverschuldung sinkt auf 31,1 Mrd. Euro
Die Nettofinanzverschuldung verringerte sich im dritten Quartal um 2,5 Mrd. Euro auf 31,1 Mrd. Euro (30. Juni 2026: 33,6 Mrd. Euro). Laut Bayer ist das im Wesentlichen auf die erhaltene Zahlung von 3,0 Mrd. Euro aus der Vereinbarung mit Apollo Global Management zurückzuführen. Dabei erwarben von Apollo verwaltete Fonds eine Minderheitsbeteiligung an einer neu gegründeten Gesellschaft, in die Bayer das Geschäft mit reversiblen Langzeitkontrazeptiva eingebracht hat. Bayer behält nach eigenen Angaben die Anteilsmehrheit und die operative Kontrolle.
Nach der Meldung: So stehen die 16 Signale bei Bayer
Die Quartalszahlen erschienen nach dem letzten Schlusskurs, aus dem die folgende Signallage berechnet ist.
Was trägt, was bremst
Was trägt
- EMA CrossoverDer schnelle Durchschnitt liegt über dem langsamen, das gilt als Aufwärtstrend.
- Kurs über der 200-Tage-LinieDer Kurs liegt über seinem 200-Tage-Durchschnitt, einem langfristigen Trendmaß.
- Rate of Change, 63 TageDer Kurs liegt höher als vor etwa einem Quartal.
Was bremst
- Williams %RDer Kurs liegt nahe am oberen Ende seiner 14-Tage-Spanne, ein positives Signal gibt es nur nach einer bestätigten Wende aus überverkauften Werten.
- Stochastik %KDer Wert liegt im überkauften Bereich, ein Abwärtskreuzen ist bestätigt.
- Kreditmarkt (HY Spread)Die Risikoprämie am Kreditmarkt ist vorsichtig, das gilt für alle Titel gleich.
Die Signallage von Bayer ist gemischt: 9 von 16 Signalen sind positiv. Im Trend sind 3 von 4 Signalen positiv, im Momentum 4 von 5, bei den Oszillatoren 1 von 3 und in der Gruppe Makro und Relativ 1 von 4.
Getragen wird das Bild unter anderem vom Kurs über der 200-Tage-Linie und einem Aufwärtstrend der Durchschnitte. Bei den Oszillatoren sind Williams %R und der Stochastik-Wert im überkauften Bereich und zählen deshalb nicht als positiv. Der Kreditmarkt gilt für alle Titel gleich als vorsichtig.
Die Signale werden aus den Schlusskursen vor der Veröffentlichung der Zahlen berechnet, sie bilden also die Reaktion auf die Meldung noch nicht ab. Die Darstellung beschreibt den bisherigen Kursverlauf, keine Vorhersage und keine Anlageempfehlung.
Die Signale beschreiben den bisherigen Kursverlauf und das Marktumfeld. Sie sagen nichts über die Zukunft und sind keine Anlageempfehlung. So rechnen die Signale
Was noch offen ist
Laut Bayer bleiben Auszahlungen für Rechtsverfahren zu Glyphosat und PCB ein Einflussfaktor auf den Free Cashflow; die Prognose nennt den Free Cashflow auch bereinigt um diese Zahlungen (3,0 bis 4,0 Mrd. Euro, bisher 2,0 bis 3,0 Mrd. Euro).
Was als Nächstes ansteht
- 2027
- 2027
- 2027
Wie reagieren die Signale auf die Meldung?
Wie sich Kurs und Signale nach dieser Meldung entwickeln, ergänzen wir nach 1 und 5 Handelstagen.
Den Stand nach fünf Tagen tragen wir am 10.11.2026 ein.
- Mail, sobald sich die Signallage von Bayer drehtPro, im Test
- Bayer auf deiner Watchlist mit allen 16 SignalenFree
- Welches Gewicht Bayer in deinem Depot hatFree
- Signalverlauf von Bayer rückblickendPro, im Test
Quellen
- 1Bayer Quartalsmitteilung zum 30. September 2026 (PDF) ↗ · 03.11.2026, 07:00
- 2Bayer Quartalsbericht Q3 2026 (Webseite) ↗ · 03.11.2026, 07:00
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