Raiffeisen Bank International Aktie: Ergebnis ohne Russland steigt auf 1,1 Mrd. Euro
Die RBI meldet für 1-9/2026 ein Konzernergebnis ohne Russland von 1.127 Mio. Euro, nach 1.027 Mio. Euro im Vorjahr. Das dritte Quartal liegt unter dem Vorquartal, und der Ausblick für 2026 ändert sich.

- 56,60 €
- Schlusskurs
- +0,4 %
- am Tag der Reaktion
- −0,5 %
- ATX am selben Tag
- +50,3 %
- seit Jahresbeginn
- +0,3 %
- Eröffnung
- 1,1-fach
- Volumen
- Die RBI erzielte in den ersten neun Monaten 2026 ein Konzernergebnis ohne Russland von 1.127 Mio. Euro, nach 1.027 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum (plus 9,8 %).
- Im dritten Quartal lag das Konzernergebnis bei 419 Mio. Euro, nach 499 Mio. Euro im zweiten Quartal 2026 und 460 Mio. Euro im dritten Quartal 2025.
- Der Ausblick 2026 ändert sich: Die Eigenkapitalrendite soll rund 13 % betragen (am 31. Juli 2026: rund 9,5 %), der Zinsüberschuss über 4,5 Mrd. Euro (zuvor über 4,4 Mrd. Euro), der Verwaltungsaufwand rund 3,9 Mrd. Euro (zuvor rund 3,8 Mrd. Euro).
- Die Aktie schloss am 3. November 2026 bei 56,60 Euro, ein Plus von 0,4 % bei einem ATX-Minus von 0,5 %.
Die Raiffeisen Bank International (RBI) hat am 3. November 2026 ihre Zahlen für die ersten neun Monate vorgelegt. Das Konzernergebnis ohne Russland betrug 1.127 Mio. Euro, nach 1.027 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Zinsüberschuss und Provisionsüberschuss, von der RBI als Hauptertrag (main revenues) ausgewiesen, wuchsen laut Unternehmen um 8 % auf 4.971 Mio. Euro. Im dritten Quartal allein lag das Konzernergebnis mit 419 Mio. Euro unter dem Vorquartal (499 Mio. Euro) und dem Vorjahresquartal (460 Mio. Euro). Der Ausblick für 2026 schließt Garanti ein und unterstellt die Addiko-Abwicklung im vierten Quartal.
Zinsüberschuss steigt um 7 Prozent, Provisionen um 10 Prozent
Der Zinsüberschuss stieg auf 3.347 Mio. Euro (Vorjahr: 3.129 Mio. Euro), der Provisionsüberschuss auf 1.624 Mio. Euro (Vorjahr: 1.473 Mio. Euro). Der Verwaltungsaufwand wuchs um 8,1 % auf 2.770 Mio. Euro.
Das Betriebsergebnis erreichte 2.390 Mio. Euro (Vorjahr: 2.228 Mio. Euro). Die Wertminderungen auf Finanzanlagen stiegen auf 159 Mio. Euro (Vorjahr: 120 Mio. Euro). Der Gewinn je Aktie lag bei 3,15 Euro, nach 2,87 Euro.
| Kennzahl | 1-9 2026 | 1-9 2025 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Zinsüberschuss | 3.347 Mio. € | 3.129 Mio. € | +6,9 % |
| Provisionsüberschuss | 1.624 Mio. € | 1.473 Mio. € | +10,2 % |
| Verwaltungsaufwand | 2.770 Mio. € | 2.562 Mio. € | +8,1 % |
| Betriebsergebnis | 2.390 Mio. € | 2.228 Mio. € | +7,2 % |
| Wertminderungen auf Finanzanlagen | 159 Mio. € | 120 Mio. € | +32,1 % |
| Ergebnis vor Steuern | 1.736 Mio. € | 1.611 Mio. € | +7,8 % |
| Konzernergebnis | 1.127 Mio. € | 1.027 Mio. € | +9,8 % |
Drittes Quartal liegt unter Vorquartal und Vorjahr
Das Konzernergebnis des dritten Quartals sank gegenüber dem zweiten Quartal um 16,0 % und gegenüber dem dritten Quartal 2025 um 8,9 %. Das Betriebsergebnis lag mit 798 Mio. Euro unter dem Vorquartal (832 Mio. Euro) und über dem Vorjahresquartal (785 Mio. Euro). Der Verwaltungsaufwand stieg auf 980 Mio. Euro (Vorquartal: 894 Mio. Euro).
Die Wertminderungen betrugen 49 Mio. Euro, nach 7 Mio. Euro im Vorquartal. Die Eigenkapitalrendite lag bei 11,7 % (zweites Quartal: 13,9 %). Eine Begründung für den Rückgang nennt die Mitteilung nicht.
Kernkapitalquote bei 15,4 Prozent, Kredite wachsen um 8 Prozent
Die harte Kernkapitalquote (CET1) ohne Russland lag Ende September 2026 bei 15,4 %, nach 15,5 % Ende 2025. Laut Unternehmen unterstellt die Berechnung als ungünstigsten Fall, dass die Raiffeisenbank Russland entkonsolidiert wird und das gesamte dortige Eigenkapital verloren geht.
Die Kundenkredite wuchsen auf 109.114 Mio. Euro (Ende 2025: 101.195 Mio. Euro). Die Quote notleidender Kredite (NPE-Quote) sank auf 1,5 % nach 1,7 %. Die Kreditrisikokosten lagen im dritten Quartal laut Risikovorstand bei 18 Basispunkten.
Garanti abgeschlossen, Addiko bei 94,84 Prozent, Rasperia-Anspruch 3,15 Mrd. Euro
Die Übernahme von Garanti BBVA Rumänien wurde laut RBI Anfang November 2026 abgeschlossen. Zum Angebot für die Addiko Bank lagen Stand 2. November 2026, 17:00 Uhr MEZ, Annahmeerklärungen für 18.493.867 Aktien vor, das sind 94,84 % aller Addiko-Aktien. Genehmigungen sind in sechs Ländern beantragt, in Serbien ist das Verfahren abgeschlossen.
Nach dem Entzug der Banklizenz der Alta Banka d.o.o. durch die serbische Nationalbank erscheint die geplante Abspaltung von vier Addiko-Banken laut RBI unwahrscheinlich. Die RBI geht daher davon aus, alle Addiko-Tochterbanken im Konzern zu belassen.
Im Schadenersatzverfahren gegen Rasperia hat die RBI nach eigenen Angaben einen rechtlich verbindlichen Anspruch über 3,15 Mrd. Euro erreicht. Sie will in Kürze bei der Finanzmarktaufsicht (FMA) beantragen, die österreichischen Vermögenswerte von Rasperia freizugeben. Zu Zeitpunkt und Höhe einer möglichen Verwertung macht die Mitteilung keine Angaben.
„Wir können auf drei starke Quartale zurückblicken. Unser Kerngeschäft entwickelt sich sehr gut, und unsere solide Position in attraktiven Märkten bildet eine ausgezeichnete Grundlage für weiteres Wachstum.“Michael Höllerer, Vorstandsvorsitzender (CEO) der RBI
Ausblick 2026 mit geänderter Basis: Garanti und Addiko eingerechnet
Die Prognose gilt für die RBI ohne Russland, einschließlich Garanti, und unterstellt Addiko-Genehmigungen und Abwicklung im vierten Quartal mit einer Annahmequote von 94,84 %. Daraus ergibt sich laut Unternehmen ein einmaliger positiver Effekt von rund 310 Basispunkten auf die Eigenkapitalrendite. Der Ausblick vom 31. Juli 2026 nannte diese Annahme nicht, der Vergleich der Werte ist daher nur eingeschränkt möglich.
Die Eigenkapitalrendite 2026 soll rund 13 % betragen (31. Juli: rund 9,5 %), das Kreditwachstum rund 9 % ohne Zukäufe (zuvor rund 7 %), der Verwaltungsaufwand rund 3,9 Mrd. Euro (zuvor rund 3,8 Mrd. Euro). Die CET1-Quote zum Jahresende soll rund 14,5 % betragen (zuvor rund 14,3 %), einschließlich der angekündigten Zukäufe und in einem 'P/B Zero'-Szenario der Russland-Entkonsolidierung. Unverändert sind Provisionsüberschuss, Aufwand-Ertrags-Quote und Risikokostenquote.
| Kennzahl | Neu (3. November 2026) | Zuvor (31. Juli 2026) |
|---|---|---|
| Zinsüberschuss | über 4,5 Mrd. € | über 4,4 Mrd. € |
| Provisionsüberschuss | rund 2,2 Mrd. € | rund 2,2 Mrd. € |
| Verwaltungsaufwand | rund 3,9 Mrd. € | rund 3,8 Mrd. € |
| Aufwand-Ertrags-Quote | rund 55 % | rund 55 % |
| Risikokostenquote | bis zu 35 Basispunkte | bis zu 35 Basispunkte |
| Eigenkapitalrendite | rund 13 % | rund 9,5 % |
| Kreditwachstum ohne Zukäufe | rund 9 % | rund 7 % |
| CET1-Quote Jahresende | rund 14,5 % | rund 14,3 % |
Wie die Börse reagiert hat
Die Aktie schloss am 3. November 2026 bei 56,60 Euro, 0,4 % über dem Vortag, während der ATX 0,5 % nachgab. Die Eröffnung lag 0,3 % über dem Vortagesschluss, das Handelsvolumen entsprach dem 1,1-Fachen des Durchschnitts der 20 Handelstage davor. Seit dem ersten Handelstag 2026 liegt der Kurs 50,3 % höher, die übliche Tagesbewegung der letzten 60 Handelstage betrug im Schnitt 1,7 %.
Nach der Meldung: So stehen die 16 Signale bei Raiffeisen Bank International
Seit der Meldung vom 3. November 2026 zeigt die edgio-Sicht für die RBI 3 von 16 Signalen positiv bei einer Signal-Note von 44 (Gemischt).
Was trägt, was bremst
Was trägt
- EMA-CrossoverDer schnelle gleitende Durchschnitt liegt über dem langsamen.
- MA Trend Filter (200-Tage)Der langfristige Trend liegt über seinem gleitenden Durchschnitt.
- ADX TrendstärkeMit 34,1 zeigt der Indikator einen ausgeprägten Trend, unabhängig von dessen Richtung.
Was bremst
- ADX RichtungDer Indikator wertet die Richtung des Trends als vorsichtig.
- Rate of ChangeDer Kurs steht 8,2 % niedriger als vor 63 Handelstagen.
- Relative StärkeMit 0,91 liegt die Entwicklung unter dem Referenzindex.
Die Signal-Note der RBI liegt bei 44 von 100, der Zustand lautet Gemischt. 3 von 16 Signalen stehen positiv, alle drei in der Gruppe Trend. Momentum, Oszillatoren und Makro & Relativ haben keinen positiven Wert.
Der Kurs liegt 14,9 % unter dem 52-Wochen-Hoch. Die 30-Tage-Volatilität von 38,9 % gehört im Universum von 416 Titeln zum oberen Drittel. Über vier Wochen steht ein Minus von 4,7 %, über 52 Wochen ein Plus von 81,5 %.
Dagegen sprechen mehrere neutrale Werte: MACD, RSI, Williams %R und Stochastic stehen im Mittelfeld. Die drei Makro-Signale VIX Level, VIX-Veränderung und HY Spread gelten für alle Titel gleich.
Die Signale beschreiben den bisherigen Kursverlauf und das Marktumfeld. Sie sagen nichts über die Zukunft und sind keine Anlageempfehlung. So rechnen die Signale
Was noch offen ist
Mitteilung und Tabellen beziehen sich auf die RBI ohne Russland und nennen kein Konzernergebnis einschließlich Russland. Der Abschluss der Addiko-Übernahme steht unter dem Vorbehalt der behördlichen Genehmigungen, der Zeitpunkt ist nicht genannt. Zur Durchsetzung des Anspruchs gegen Rasperia nennt die Mitteilung keinen Zeitplan.
Was als Nächstes ansteht
- 2027
- 2027
- 2027
Wie reagieren die Signale auf die Meldung?
Wie sich Kurs und Signale nach dieser Meldung entwickeln, ergänzen wir nach 1 und 5 Handelstagen.
Den Stand nach fünf Tagen tragen wir am 11.11.2026 ein.
- Mail, sobald sich die Signallage von Raiffeisen Bank International drehtPro, im Test
- Raiffeisen Bank International auf deiner Watchlist mit allen 16 SignalenFree
- Welches Gewicht Raiffeisen Bank International in deinem Depot hatFree
- Signalverlauf von Raiffeisen Bank International rückblickendPro, im Test
Quellen
- 1Pressemitteilung der RBI vom 3. November 2026 ↗ · 03.11.2026, 07:30
- 2Ergebnistabellen Q3/2026 der RBI ↗ · 03.11.2026, 07:30
- 3Pressemitteilung der RBI zum Halbjahr 2026 vom 31. Juli 2026 (früherer Ausblick) ↗ · 31.07.2026, 07:30
- 4Finanzkalender der RBI ↗ · 03.11.2026, 07:30
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11/16 · Positiv
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